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Raffaella Galdi/Laura Giuntoli/Lina Kukulis: Turtle
Foto: Teatro Akropolis

tangente company/Johanna Jörns & Selina Menzel: siam
Foto: Ciril Braem Tscheligi

Lena Strützke: Camouflage
Foto: Peter Erdmann

 

NAH DRAN 66


21./22. Oktober 2017, 20:30

Raffaella Galdi/Laura Giuntoli/Lina Kukulis: Turtle
Konzept, Choreografie, Lichtidee & Kostü: Raffaella Galdi
Choreografie & Tanz: Lina Kukulis, Laura Giuntoli
Musik: „Night Rain” und „Wind Runner” / Aukai Ensemble – Markus Sieber
Text: Maria De Duenas
Dramaturgie: Robert Gaspard
Eine Produktion von InCorpo/Raffaella Galdi, Laura Giuntoli, Lina Kukulis.
Unterstützt vom Tanz und Theater Phynixtanzt/Studio Berlin, Progetto Maia Genua, Italien/Theatre Akropolis (Artist in Residence).
„Turtle” ist eine Tanzperformance, eine Metapher für zwischenmenschliche Beziehungen. Wenn auch nicht immer in physischem Kontakt, stehen die Tänzerinnen in ständigem Bezug zueinander, lassen ein Geflecht aus Abhängigkeit, Komplizenschaft und ständiger Transformation entstehen. Eine Studie zu „Turtle” war im ada Studio bereits bei „10 times 6” im April 2017 zu sehen.
Raffaella Galdi ist Gründerin der Kompanie InCorpo, die im Feld des Zeitgenössischen Tanzes in Bezug mit Bildender Kunst arbeitet. Ihre Hauptinspirationsquelle ist der Körper, physische Erfahrung und Ausdruck. In ihrer choreografischen Arbeit bildet Tanz die Grundlage sowie die Brücke zu Sound, Text/Worten und Plastisch-Bildender Kunst. Raffaella hat einen tanzpädagogischen Ansatz entwickelt, eine Methode zur Arbeit mit dem Körper, zur Bewegungsexploration und zur Generierung von Tanzmaterial. Sie choreografiert und unterrichtet für Theater, Tanzkompanien und Schüler. www.incorpo.org
Laura Giuntoli ist Tänzerin. Ihre Ausbildung zur Bühnentänzerin erhielt sie an der Pontedera Tanz Schule, wo sie graduierte, sowie an der Hamlyn Dance School in Italien. Sie war als Tänzerin an verschiedenen Tanzkompanien in Italien (Roberto Zappala, Sizilien) sowie an Projekten in ganz Europa (Bodies in Urban Spaces – Willi Dorner, Exploring Visual and Body Play – Chaim Gebber) engagiert. Seit 2015 arbeitet sie als Tänzerin mit InCorpo/Raffaella Galdi zusammen.
Lina Kukulis ist Tänzerin, Tanzlehrerin und Tanzwissenschaftlerin. Sie erhielt ihre Ausbildung zur Bühnentänzerin an der Folkwanghochschule Essen, wo sie mit renommierten Choreografen wie Stefan Brinkmann, Rodolfo Leoni, Marc Sieczkarek zusammengearbeitet hat. Sie ist auch als Tanzlehrerin an verschiedenen pädagogischen Projekten tätig. Parallel zu ihrer künstlerischen und pädagogischen Tätigkeit studierte sie den Master Tanzwissenschaft an der Freien Universität Berlin. Seit 2016 arbeitet sie als Tänzerin mit InCorpo/Raffaella Galdi zusammen.

“Turtle” is a dance performance, a metaphor of human beings’s relationships. Shall and turtle are indispensable, as it is within the bonds we have with our loved ones. The dancers, constantly relating even when not in physical contact, create a network of complicity and constant transformation. A study on “Turtle” was already presented at ada Studio in the context of “10 times 6” in April 2017.
Raffaella Galdi is founder and artistic director of InCorpo, a company in which contemporary dance operates in relationship to other art-forms. Her main source of inspiration is the body, the physical experience and expression. In her choreographic work dance functions as a base and bridges to sound, text-words and plastic-visual art. Raffaella developed a dance pedagogic approach, a specific method to work with the body, exploring movement and generating dance material. She is teaching and choreographing for theatres, dance companies and students. www.incorpo.org
Laura Giuntoli is a dancer. She studied at the Pontedera Dance School, where she graduated and continued her studies at the Hamlyn Dance School in Italy. She has been working with several Italian dance companies (Roberto Zappalà, Sicily) and in various projects through out Europe (Bodies in Urban Spaces – Willi Dorner, Exploring Visual and Body Play – Chaim Gebber). Since 2015 she is actively working with InCorpo/Raffaella Galdi.
Lina Kukulis is a dancer, a dance teacher and a researcher. She began her studies at the Folkwang School in Essen, where she has been working with renowned choreographers such as Stefan Brinkmann, Rodolfo Leoni and Marc Sieczkarek. She graduated in 2008 and moved to Berlin where she expanded her teaching experience working in private and public schools. In addition to her artistic and educational activities, Lina graduated in Dance Studies at the Freie Universität Berlin. Since 2016 she has been actively working with InCorpo/Raffaella Galdi.


tangente company/Johanna Jörns & Selina Menzel: siam
Zwei Frauen, ein zu großer Pullover, der die individuellen Formen verschwinden und neue Skulpturen entstehen lässt. Die Konturen werden bis an die persönliche Grenze verzerrt – Ich und Du verwischen, werden in Frage gestellt. Zwischen Fremdbestimmung und Autonomie bewegen sich die Tänzerinnen im Bühnenraum.
Bis wohin schafft Nähe Geborgenheit und wann muss sich Individualität ihren Raum nehmen, um Platz für persönliche Entfaltung zu schaffen? Auf der Suche nach einem physischen Ausdruck für dieses Ausloten, fungiert der Pullover als Zwangsjacke wie Schutzmantel, hangeln sich die Tänzerinnen an dem Punkt entlang, an dem ihre Verbindung gerade noch hält. Größtmögliche Kooperation versus Individualität.
Johanna Jörns und Selina Menzel leben und arbeiten als freischaffende TänzerInnen und Tanzpädagoginnen in Berlin. Nach ihrer Ausbildung in zeitgenössischem Tanz sowie Tanzpädagogik/Choreografie (Etage Berlin, NSCD Leeds, UdK Berlin) gründeten sie zusammen mit anderen freischaffenden TanzkünstlerInnen das Kollektiv Tangente Company. Stets auf der Suche nach alternativen Möglichkeiten des Tanzschaffens entstehen unter diesem Namen seit 2013 Produktionen, die unter anderem in ihrer kreativen Heimat, der TanzTangente, auf die Bühne gebracht werden.

Two women, one oversized pullover, that lets individual shapes disappear and new sculptures emerge. The contours get distorted until the personal limit – me and you get blurry, are being questioned. Between heteronomy and autonomy the dancers move through stage space.
To what extend does closeness create comfort and when individuality has to take its place in order to create room for personal growth? On the search for a physical expression for this negotiating, the pullover functions as a straitjacket and protective coat. The dancers maneuver along side the point of where their connection is still just intact. Strongest possible cooperation versus individuality.
Johanna Jörns and Selina Menzel live and work as freelance dancers and dance teachers in Berlin. After their education in contemporary dance and dance pedagogy/choreography (Etage Berlin, NSCD Leeds, UdK Berlin) they formed together with other freelance artists the dance collective tangente company. Under this name and always on the search for alternative ways for creating dance, productions have been created since 2013. Alongside other venues, works of tangente company are being regularly performed at their creative home space TanzTangente.


Lena Strützke: Camouflage
Konzept, Choreografie, Kostüm & Performance: Lena Strützke
Performance: Emma Hedemann Christensen, Johanna Ryynänen, Eva Weibel
„Camouflage” ist eine Visualisierung meines Identitätskonflikts. Es ist als Versteck­spiel konzipiert ― performt von Tänzerinnen, die ihre Körper und Licht in einem of­fenen undefinierten Raum benutzen. Als Erweiterung einer „One-Man-Show” agie­ren vier Frauen ― als Schatten der jeweils anderen. Die Performance wird durch eine Bewegungsqualität getragen, die vom Ur­sprung des Mor­phings inspiriert ist: nahtlose Übergänge von einem Bild zum ande­ren durch kleine, sukzessive Schritte analog zu (Computer-) Animationstechniken. Bilder von verschiedenen Kampf­künsten, Samurais und Geishas, prägen die Perfor­mance, in der Ästhetik, wie auch in der Bedeutung: eine weibliche Künstlerin (Gei­sha = Entertainerin) zu sein, die sich ihrer Arbeit hingibt, um eine bestimmte Kultur leben­dig zu halten.
In Berlin geboren und aufgewachsen kam Lena Strützke über Zirkus, Musical und Schauspiel letztendlich zum Tanz. Nach der neunmonatigen Arbeit an der Produktion „Brüder & Schwestern” der Bühnenkunstschule academy (www.academy-buehnenkunstschule.de) in Berlin beginnt sie im Jahr 2014 im Tanzstudio motion*s zu arbeiten und zu unterrichten. Es folgen Projekte und Arbeiten mit anderen Künstlern sowie Weiterbildungen im urbanen und zeitgenössischen Tanz (u.a. durch Impulstanz 2016, Basel World 2015 sowie diverse Musikvideos, Workshops und Projekte). Des Weiteren arbeitet Lena regelmäßig als Dozentin für HipHop-Workshops für Kinder und Jugendliche. Neben dem Unterrichten begann sie 2015 ihre zeitgenössische Bühnentanzausbildung an der Tanzakademie balance1. Anfang des Jahres gründet sie mit Freunden zusammen das Kunstkollektiv UGG, mit dem sie auch bei „S.o.S. – Students on Stage” im ada Studio zu Gast war.

“Camouflage” is a visualization of my identity conflict. It is designed as a hide and seek game ― performed by dancers using their bodies and light in an open undefined space. Ex­tended out of a “one man show”, four woman finding themselves shadowing and iden­ti­fy­ing with each other. The performance is driven by a movement quali­ty in­spired from the origin of morphing: changing smoothly from on image to another by small gradual steps using (compu­ter) animation techniques. Images from mixed mar­tial arts, samurais and gei­shas define the performance in the aesthetics as well as in the meaning: being a female artist (geisha=fe­male entertainer) who is committed to her work keeping a certain image alive.
Born and raised in Berlin Lena Strützke came to circus, musical, acting and dancing in an early age. After she had worked in a 9 months production called “Brüder und Schwestern” that combined dance, acting and singing at the performing arts school “academy” in Berlin she began working in the dance studio “motions” in 2014.
Since then she has been creating own projects with friends and artists. Through this work she began researching more about urban and contemporary dance and exploring different styles and movements by taking workshops and jobs in the following years (Impulstanz, Basel World, Music videos). In 2015 she began her dance education at Tanzakademie balance1. Lena works as a dance teacher for kids and teenagers and teaches regularly hip hop workshops. At the beginning of this year she started a collaboration with friends which turned into a small art collective called UGG and was part of ada studio’s performance series “S.o.S. – Students on Stage”.